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Begriffserklärungen auf einen Blick

Glossar

A
A
Agglomeration
Eine Agglomeration ist ein zusammenhängender funktionaler Raum, der durchgehend dicht besiedelt ist. Sie besteht aus mindestens einem städtischen Zentrum und den umliegenden urbanen sowie suburbanen Räumen. Statistisch sind die Agglomerationen als Räume mit städtischem Charakter definiert. Sie sind in sich eng verwoben und polyzentrisch organisiert. Teilweise umfasst der Agglomerationsgürtel auch bedeutende Nebenzentren. Zahlreiche Agglomerationen unterschiedlicher Grösse entwickeln Agglomerationsprogramme, die über Gemeinde-, manchmal auch über Kantons- oder Landesgrenzen hinaus reichen. Die Programme umfassen Massnahmen, um den Agglomerationsverkehr zu bewältigen. Der Bund fördert die Vorhaben der Agglomerationen mit Beiträgen aus dem Programm Agglomerationsverkehr.
Alpine Gebirgslandschaft und Jurakamm
Die alpine Gebirgslandschaft und der Jurakamm befinden sich teilweise oberhalb, teilweise unterhalb der Waldgrenze und sind landschaftlich und ökologisch äusserst vielfältig. Sie liegen überwiegend ausserhalb des Dauersiedlungsgebiets. Extensive Landwirtschaft, Alpwirtschaft – teilweise noch mehrstufig – und historische Weiler prägen die Landschaft. Stellenweise gibt es touristische Infrastrukturen wie Eisenbahnen, Bergbahnen oder Bergstationen. Vereinzelt finden sich auch Gebirgslandeplätze und Energiegewinnungsanlagen. Die alpinen Gebirgslandschaften sind Gebiete in beträchtlicher Höhenlage. Sie umfassen teilweise stark bewaldete Täler, besonders auf der Alpensüdseite. Weiter oben sind sie vegetationsarm. Natürliche Prozesse können weitgehend ungehindert ablaufen. Im Hochgebirge haben Fels, Schutt, Firn und Eis einen grossen Flächenanteil. Die Berggipfel reichen bis weit über 4'000 m ü. M. Gletscherlandschaften prägen das Bild, wandeln sich jedoch im Zuge der Klimaerwärmung. Die Gletscher sind Wasserspeicher, und in den Alpen entspringen mehrere Flüsse und Zuflüsse der Gewässer Europas. Der Jurakamm liegt oberhalb von 1'000 m. ü. M. Die Erhebungen des Jura erreichen eine Höhe von nahezu 1'700 Meter. Der Anteil an Waldweiden und Wäldern ist hoch.
F
F
Funktionaler Raum
Funktionale Räume definieren sich durch starke räumliche und funktionale Verflechtungen. Sie stimmen nicht immer mit Gemeinde- oder Kantonsgrenzen überein und gehen über die Landesgrenze hinaus. Sie halten sich auch nicht an Sprachgebiete. Funktionale Räume gibt es auf allen Massstabsebenen, von urbanen Regionen mit internationaler Dimension bis hin zu ländlichen Talschaften. Sie sind durch eine räumliche Einheit, gemeinsame Herausforderungen und ein Interesse an Kooperation verbunden, etwa bei Verkehrs-, sozialen, Umwelt- oder Landschaftsfragen.
Flachland, Hügel- und Tallandschaft
Das Flachland, die Hügel- und die Tallandschaften, die im Raumkonzept Schweiz abgebildet sind, bezeichnen den ländlichen Raum in moderaten Höhenlagen. Charakteristisch sind ausgedehnte Kulturland-, Wald- und Weideflächen. Eingebettet in weitgehend offene Landschaften liegen verstreut kleine Städtchen, Dörfer und Weiler. Die ländlichen Räume im Flachland, in den Hügeln und in den Tälern befinden sich oft in peripheren Lagen abseits der grossen Verkehrsachsen. Aufgrund ihrer landwirtschaftlichen Nutzflächen sind das Flachland, die Hügel- und Tallandschaften elementar für die Versorgung mit inländischen Lebensmitteln. Sie entwickeln sich dynamisch, erbringen Landschaftsleistungen und sind beliebt als Erholungs- und Bewegungsraum für die Freizeit. Je besser die ländlichen Räume von stark bevölkerten Siedlungsräumen aus erreichbar sind, desto eher treffen unterschiedliche Nutzungsansprüche aufeinander.
G
G
Grosses alpines Tourismusgebiet
Ein grosses alpines Tourismusgebiet ist ein ausgedehnter, zusammenhängender Raum in den Alpen, in dem sich eine hohe Anzahl touristischer Infrastrukturen und Versorgungseinrichtungen konzentrieren. Das alpine Tourismusgebiet hat hohe Übernachtungszahlen und liegt auf einer Höhe von mindestens 1'000 m ü. M. Ein Gebiet kann eine oder mehrere zentrale Ortschaften beinhalten. Im Raumkonzept Schweiz sind auch ausländische Tourismusorte in grenzüberschreitenden Tourismusgebieten verzeichnet.
H
H
Handlungsraum
Die Handlungsräume des Raumkonzepts Schweiz sind grossregionale Kooperations- und Willensräume. Sie überlagern sich gegenseitig, überschreiten Kantonsgrenzen und reichen über die Landesgrenze hinaus. Die zwölf Handlungsräume bestehen durch den politischen Willen, Herausforderungen gemeinsam anzugehen und Synergien zu nutzen.
K
K
Kleines oder mittleres städtisches Zentrum
Kleine und mittlere städtische Zentren sind Städte, die Zentrumsfunktionen auf regionaler oder nationaler Ebene wahrnehmen. Ihre Stadtkerne zeichnen sich in der Regel durch bauliche Dichte und urbanes Flair aus. In diesen Städten gibt es neben Wohngebieten auch wirtschaftliche Aktivitäten. Kleine und mittlere Zentren sind gemeinhin eigenständige Städte mit oder ohne Agglomerationsgürtel. Sie liegen mitunter im Einflussgebiet einer grösseren Stadt und sind Nebenzentren innerhalb einer Agglomeration. Die kleinen städtischen Zentren gemäss Raukonzept Schweiz, werden im Jahr 2050 eine Zahl der Bevölkerung und Vollzeitäquivalent-Arbeitsplätze aufweisen, die unter 40'000 liegt. Bei mittleren städtischen Zentren wird der Wert über 40'000 liegen.
M
M
Multifunktionaler intermediärer Raum
Die intermediären Räume sind siedlungsgeprägt, multifunktional und liegen zwischen den städtischen Zentren oder Agglomerationen. Ihre Bebauung ist weniger kompakt als jene der urbanen Zentren und Agglomerationen, die Siedlungen sind verstreuter. Das Siedlungsgebiet verläuft meist entlang der überregionalen Verkehrsachsen und ist im Allgemeinen gut erschlossen. Der multifunktionale intermediäre Raum ist durchzogen von Kulturland- und Waldflächen. Er ist attraktiv als Naherholungsraum und Wohnstandort. Aufgrund der starken Nachfrage nach Immobilien herrscht ein hoher Siedlungsdruck, zahlreiche Nutzungsansprüche treffen aufeinander. Die intermediären Räume drohen ihr grünes Erscheinungsbild einzubüssen, weil Ortschaften, die einst voneinander getrennt waren, nach und nach zusammenwachsen.
Metropolitanes oder grosses städtisches Zentrum
Metropolitane und grosse städtische Zentren sind Kernstädte, die wichtige Zentrumsfunktionen auf nationaler Ebene wahrnehmen und die Schweiz ins internationale Städtenetz einbinden. Sie haben im Allgemeinen dichte Innenstädte und sind Orte der Begegnung, der Bildung, der Kultur und der Wissenschaft. In den grossen städtischen Zentren konzentrieren sich wertschöpfungsintensive Aktivitäten und Wirtschaftszweige, die von der nationalen und internationalen Vernetzung profitieren. In den grössten Städten des Landes sind Arbeitsplätze, welche die Wirtschaft generiert, ein wesentlicher Wachstumsfaktor. Bei metropolitanen Zentren ist die internationale Dimension besonders ausgeprägt. Die Stadtzentren bilden zusammen mit den Quartieren und Aussenbezirken ein polyzentrisches Siedlungsgefüge. Sie sind von einem Agglomerationsgürtel umgeben, der mit Nebenzentren wiederum polyzentrisch aufgebaut ist. Die metropolitanen Zentren des Raumkonzepts Schweiz werden 2050 eine Bevölkerung und eine Anzahl Vollzeitäquivalent-Arbeitsplätze haben, die zusammen die 250’000-Grenze übersteigen. In grossen städtischen Zentren werden zur gleichen Zeit mehr als 75'000 Menschen leben und arbeiten.
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Offene Landschaft
Landschaft umfasst den gesamten Raum, wie Menschen ihn wahrnehmen. Die offenen Landschaften hingegen liegen weitgehend ausserhalb des Siedlungsraums. Sie sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Zugleich sind sie Erholungs-, Bewegungs-, Kultur- und Wirtschaftsraum für uns Menschen. Offene Landschaften umfassen unter anderem landwirtschaftliche Nutzflächen, Wälder, vegetationsarme Fels- und Gletschergebiete sowie Freizeit-, Tourismus-, Energie- und Mobilitätsinfrastrukturen. Sie sind dynamische Gefüge, die unverzichtbare Leistungen erbringen und sich aufgrund natürlicher Prozesse oder der menschlichen Nutzung stetig weiterentwickeln. Gemeinhin gelten offene Landschaften als schön, wenn sie vielfältig, strukturreich und gut lesbar sind.
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R
Regionalzentrum
Ein Regionalzentrum ist eine Ortschaft, die ausserhalb des Einflussgebiets einer Agglomeration liegt und für kleinere Orte in ihrem Umland zentralörtliche Funktionen erfüllt, etwa in der Bildung, dem Gesundheitswesen, der Verwaltung oder der Versorgung. Regionalzentren haben in der Regel einen kompakten, gut erkennbaren historischen Ortskern. In peripheren ländlichen Räumen und im Bergebiet übernehmen bisweilen auch kleine Ortschaften die Funktion eines Regionalzentrums, weil sie weit vom nächstgrösseren Ort entfernt sind, eine strategische Lage im Verkehrssystem haben oder über eine lokal bedeutende Ausbildungs- beziehungsweise soziale Infrastruktur verfügen. Die Regionalzentren des Raumkonzepts Schweiz werden 2050 eine Zahl der Bevölkerung und Vollzeitäquivalent-Arbeitsplätze haben, die zusammengerechnet kleiner ist als 20'000. Je nach Distanz zu einer übergeordneten Stadt oder Agglomeration variiert die Grösse der Regionalzentren stark. Die Regionalzentren des Raumkonzepts Schweiz werden 2050 eine Zahl der Bevölkerung und Vollzeitäquivalent-Arbeitsplätze haben, die zusammengerechnet kleiner ist als 20'000. Je nach Distanz zu einer übergeordneten Stadt oder Agglomeration variiert die Grösse der Regionalzentren stark.
Region
Regionen sind zusammenhängende Gebiete, die sich durch ihre geographische Lage, die Topografie, die Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur sowie ihre kulturelle oder sprachliche Einheit charakterisieren. Die regionalen Eigenschaften sind ausschlaggebend für die gemeinsame Identität, für Besonderheiten, Prioritäten und die Stärken einer Region. Sie bilden die Grundlage für regionale Zusammenarbeit und für die Ausprägung spezifischer Wirtschaftscluster. Eine Region umfasst mehrere funktionale Räume und eine Vielzahl von Raum- und Landschaftstypen – städtische, ländliche, multifunktionale, grenzüberschreitende, offene, bewaldete und viele andere mehr. Innerhalb einer Region bestehen In der Regel enge Verbindungen zwischen Stadt und Land oder zwischen Berg und Tal.
Raumtyp
Raumtypen sind geographische Einheiten, die aufgrund äusserer Rahmenbedingungen wie Klima, Höhenlage, Zentralität, Wirtschaftsstruktur oder Demografie eine spezifische Raumstruktur aufweisen. So gibt es urbane Räume mit kompakten Agglomerationen und einer hohen Erschliessungsqualität und ländliche Räume mit einer lockeren Bebauung und einem hohen Anteil an Landwirtschaftsflächen, Hügelzüge mit verstreuten Siedlungen und grossen Waldgebieten oder Naturräume weitab des Siedlungsraums. Der Raumtyp beeinflusst die Wahl der Ziele und Strategien für die räumliche Entwicklung.
S
S
Siedlungsraum und dicht besiedelter Stadtraum
Der Siedlungsraum umfasst Kernstädte, Agglomerationen und Einzelstädte einschliesslich ihrer Infrastrukturen, Grün- und Freiräume. Der dicht besiedelte Stadtraum liegt innerhalb des Siedlungsraums und entspricht den urbanen Kerngebieten grosser, mittlerer und kleiner städtischer Agglomerationen. Die Unterscheidung zwischen dem dicht besiedelten Stadtraum und dem Siedlungsraum wird durch die Bevölkerungsdichte bestimmt und folgt der statistischen Definition von städtischen Räumen.

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