Wer macht das Raumkonzept Schweiz
Über uns
Das Raumkonzept ist eine gemeinsame Strategie der drei Staatsebenen für eine koordinierte nachhaltige Raumentwicklung. Es wird breit getragen und bewährte sich als Orientierungsrahmen und als Entscheidungshilfe. Das Raumkonzept ist rechtlich nicht bindend. Es setzt auf Verantwortungsbewusstsein und interdisziplinäre Zusammenarbeit über räumliche und administrative Grenzen hinweg.
Mit der Aktualisierung des Raumkonzepts stärken Bund, Kantone, Städte und Gemeinden die Schweiz als vielfältigen und attraktiven Wohn- und Arbeitsort – auch für zukünftige Generationen. Sie schaffen optimale Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, verbessern die Verkehrs- und Energieinfrastruktur, schützen die Umwelt, gestalten die Landschaft und festigen die Solidarität zwischen den unterschiedlichen Räumen der Schweiz.
Das Raumkonzept kurz erklärt
Wo wir leben und arbeiten
Wo sollen in der Schweiz Wohnhäuser und Fabriken stehen? Wo ist Platz für die Landwirtschaft? Wo führen Strassen und Bahnlinien durch? Wo stehen geschützte Wälder oder Landschaften? Und wo gibt es freien Raum für etwas ganz Neues?
Den Boden verteilen
Der Platz ist beschränkt. Deshalb müssen wir uns gut überlegen, wie wir ihn nutzen. Die Schweiz braucht eine starke Wirtschaft, gute Verkehrsnetze, eine sichere Energieversorgung. Wir wollen aber auch Orte mit hoher Lebensqualität und eine intakte Natur. Ausserdem sollen alle Regionen die gleichen Chancen haben, sich zu entwickeln. All dies unter einen Hut zu bringen, ist die Aufgabe der Raumentwicklung. Sie kümmert sich um die Nutzung und Verteilung unserer wertvollsten Ressource: unseren Boden.
Wer was plant
Raumentwicklung ist in erster Linie Aufgabe der Kantone und Gemeinden. Jeder Kanton legt in einem sogenannten Richtplan fest, welche Flächen seines Gebietes wie genutzt werden dürfen. Der Bund kontrolliert, ob diese Pläne das Raumplanungsgesetz befolgen und bewilligt sie.
Der Bund plant aber auch selbst, zum Beispiel Autobahnen, die Bahnlinien, Militäranlagen oder Flughäfen. Das sind nationale Infrastrukturen, die der Bund in eigenen Plänen festlegt.
Eine gemeinsame Idee
Doch der Verkehr, die Natur oder die Siedlung machen nicht vor den Grenzen halt. Der Bund, die Kantone, die Städte und Gemeinden müssen also in der Raumentwicklung gut zusammenarbeiten. Daher haben sie sich auf eine gemeinsame Vorstellung geeinigt – auf eine Idee, wie die Schweiz künftig aussehen soll und zwar im wahrsten Sinn des Wortes: Wo machen wir was in unserem Land?
Für die Zukunft der Schweiz
Diese Idee ist das Raumkonzept. Es ist ein Entwurf für die Schweiz der Zukunft. Denn bei der Raumentwicklung geht es immer um die Zukunft.
Das Raumkonzept ist nicht verbindlich. Aber es ist ein wichtiges Werkzeug für Fachleute und die Verantwortlichen in der Politik. Es hilft ihnen, sich zu orientieren und Entscheide vorzubereiten. Das Raumkonzept fördert auch die Wirtschaft, weil es die Gemeinden und Kantone dazu anregt, über ihre Grenzen zusammenzuarbeiten und als Regionen ihre Kräfte zu bündeln.